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Donnerstag, 9. Januar 2014, 14:03

Rat für Regenwaldbecken gesucht

Hallo ihr Lieben :-)

Gleich mal vorweg, zur Zeit ist das alles noch ein reines Gedankenspiel an dem die Orchideen hier bei uns in der Praxis Schuld sind :mrgreen:

Ich bin jetzt am überlegen, mir ein Regenwaldbecken daheim einzurichten, recht gross (B80-100, T40-50, H???). Bepflanzen möchte ich das ganze mit Farnen und aufgebundenen Orchideen. Diese brauchen aber ja nun eine recht hohe Luftfeuchtigkeit, bzw müssen, je nach Temperatur, mindestens 1xtäglich an den Luftwurzeln besprüht werden. Da ich von Natur aus eher faul bin, kam danach der Gedanke auf, Regendüsen mit zu verbauen und diese über eine Zeitschaltuhr 1-2mal täglich für 5 Minuten laufen zu lassen.
So, und da nur Pflanzen ja auch irgendwie öde sind, und ich schon seit Jahren mit einer Blondi liebäugele, stellt sich mir die Frage, kann das überhaupt funktionieren?
Ich hätte mir evtl Gedacht bei dem Becken 80cm Höhe zu wählen, mit durchschnittlich 30cm Bodengrund. Die Düsen gerichtet auf das obere Drittel der Rückwand, damit die Spinne so wenig Kontakt damit hat wie möglich.

Meine Bedenken wären jetzt:
Wird das zu nass? (brauche ich ggfs einen Abfluss?)
Sind die Tröpfchen der Regendüsen auch noch zu fein? (hab mal was gelesen das Nebler die Buchlungen schädigen können)
Störende Vibrationen der Technik auch bei externem Beregner? (extern wegen der Reinigung des Gerätes, und eben der Vibrationen)
Wird das Becken insgesamt zu hoch? (Absturzgefahr?)

Jetzt seid ihr dran :spinne3: Ist das insgesamt eine Scheiss-Idee, oder modifizierbar?

Lieben Gruss,
Ilona

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Donnerstag, 9. Januar 2014, 16:22

Servus,

also ich finde das ist ein sehr interressante Projekt/Gedankenspiel was du da vorhast. Denke mal von den Haltungsbedingungen her die ich für die Theraphosa blondi gelesen habe sollte das machbar sein.

Zitat

Wird das zu nass? (brauche ich ggfs einen Abfluss?)
denke mal das kommt auf den "Regner/Nebler" und die verwendete Wassermenge an. Gegeenenfalls kannst ja eine Drainage ins Terrarium einbringen, wo irgendwo ein Schlauch/Rohr reinführt, worüber man die dann wenn wirklich zu nass dann das Untergrundwasser absaugen könnte.

Zitat

Störende Vibrationen der Technik auch bei externem Beregner? (extern wegen der Reinigung des Gerätes, und eben der Vibrationen)
Da es ein externer Beregner ist, sollte sich die Vibration ja in Grenzen halten, da der ja nicht direkt mit den Scheiben in Kontakt steht, oder doch? Denke in einer Wohnung wird es genügend Geräte geben die Vibrationen abgeben, die durch Wände oder Regale übertragen werden, genauso wie Schwingungen/Schall durch die Luft. Denke mal daran gewöhnen sich die meisten Lebewesen.

Zitat

Wird das Becken insgesamt zu hoch? (Absturzgefahr?)
Aso bei 80/100 x40/50 Grundfläsche sollte die Spinne genug Platz und ausreichend untersschiedliche "Klimazonen" zur Verfügung haben um nicht unbedingt an den Wänden/Pflanzen hochzuklettern. Und bei genügend Bodengrund und Versteckmöglichkeiten sollte es bei der Fläsche dann wohl auch nicht habern.

Es gab mal ein Video/Bericht zu einem Regenwaldterrarium für eine Poecilothera spec.Gruppe. Kann dir aber nicht sagen wie das ausging.

Gruß R4B3

*E*

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Freitag, 10. Januar 2014, 10:34

Hallo,

Wird das zu nass? (brauche ich ggfs einen Abfluss?)

Das wird sich im Vorfeld nur schlecht bestimmen lassen, da hier zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Das muß man wahrscheinlich ausprobieren.
Neben der täglichen Wassermenge ist auch die Art und Zusammensetzung des Bodens ausschlaggebend. Stark tonhaltige (lehmige) Böden können z.B. nur wenig Wasser speichern und geben einmal aufgenommenes Wasser auch nur schlecht wieder ab.

Sind die Tröpfchen der Regendüsen auch noch zu fein? (hab mal was gelesen das Nebler die Buchlungen schädigen können)

Hab ich noch nicht gehört und halte ich für unwahrscheinlich.

Störende Vibrationen der Technik auch bei externem Beregner? (extern wegen der Reinigung des Gerätes, und eben der Vibrationen)

Da Vogelspinnen auch Orte wie Straßenränder besiedeln, und dort ebenfalls Vibrationen durch den laufenden Verkehr ausgesetzt sind, würde ich mir da keine Gedanken machen.

Wird das Becken insgesamt zu hoch? (Absturzgefahr?)

T. blondi zeigt zwar wenig Neigung zum umherwandern und klettern, insbesondere wenn die Temperaturen stimmen. Sollten sie es aber trotzdem tun, können die Folgen aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichtes recht drastisch sein.

Evtl. könnte man auch man über Alternativen mit kleineren Arten nachdenken.

VG
S.
19250327.20091228